21.09.2009, 19:41
Hab der Übersicht halber einfach mal ein neues Thema aufgemacht...
Hab (wieder mal) einige grundlegende Fragen diesmal bezgl. dem Riemannschen Krümmungstensor...
Zunächst einmal:
1, Es gibt ja den Begriff der Parallelverschiebung.
Wenn ich im ungekrümmten Raum einen Vektor entlang einer Bahn A verschiebe und wieder zum Ausgangspunkt zurück komme hat sich am Vektor nichts geändert. Und das ist völlig egal welchen Weg ich dafür verwende...
Wenn ich mich aber nun in einem gekrümmten Raum befinde ist dies anders.
Wenn ich den Vektor entlang des Wegs A verschiebe und danach entlang des Wegs B besteht ein Unterschied in der Ausrichtung des Vektors er hat sich also gedreht.
Soviel zur Theorie, ich kann mir das aber leider nicht vorstellen.
Zum beispiel auf der Kugeloberfläche: (Kugel ist ja gekrümmt)
Ich stelle mir einen Vektor am Äquator vor der senkrecht auf die Erdoberfläche steht also zB auf einen best Stern im All zeigt.
Ich verschiebe danach diesen Vektor entlang des Äquators:
Nach einer halben Umrundung der Erde zeigt aber dieser Vektor immer noch in die gleiche Richtung (durch die Erde durch) und nach einer Umdrehung hat sich die Richtung nciht geändert so wie ich mir das vorstelle.
Hab ich da was wichtiges übersehen oder funktioniert dieses Verdrehen nur wenn die Krümmung nciht an allen Punkten gleich ist (wie bei einer Kugel)???
2, Herleitung des Tensors:
Irgendwie kommt mir diese Herleitung ziemlich willkürlich vor.
Es wird eine Invariante nach einem Parameter abgeleitet und das dreimal, wobei zwischendurch die Geodätengleichung zur Umformung benutzt wird:
Da stellt sich schon die erste Frage: Der Riemannsche Tensor dürfte dann nur in genau jenem Raum gelten, in dem die RT existiert, da auch nur darin die Geodätengleichung so gelten wie sie zur Umformung verwendet werden.
Denn man kann die Geodäten doch nicht für eine Umformung benutzen bei der ein Tensor hervor kommt, der nichts mit der RT zu tun hat?!
Danach werden Indizes umbenannt und die Terme voneinander abgezogen und das Ergebnis dieser eher willkürlich anmutenden Wurschtelei wird dann einfach so (ohne Beweis?) als Riemannscher Krümmungstensor definiert.
Was ich damit sagen will: Ich kann doch das ganze noch mal ableiten und wieder die Indizes vertauschen abziehen und dies dann als neuen Tensor definiereen?! Woher soll ich wissen dass dies dann irgendeinen physikalischen Sinn hat und nicht bloß nette mathematische Spielerei war?!
Hab (wieder mal) einige grundlegende Fragen diesmal bezgl. dem Riemannschen Krümmungstensor...
Zunächst einmal:
1, Es gibt ja den Begriff der Parallelverschiebung.
Wenn ich im ungekrümmten Raum einen Vektor entlang einer Bahn A verschiebe und wieder zum Ausgangspunkt zurück komme hat sich am Vektor nichts geändert. Und das ist völlig egal welchen Weg ich dafür verwende...
Wenn ich mich aber nun in einem gekrümmten Raum befinde ist dies anders.
Wenn ich den Vektor entlang des Wegs A verschiebe und danach entlang des Wegs B besteht ein Unterschied in der Ausrichtung des Vektors er hat sich also gedreht.
Soviel zur Theorie, ich kann mir das aber leider nicht vorstellen.
Zum beispiel auf der Kugeloberfläche: (Kugel ist ja gekrümmt)
Ich stelle mir einen Vektor am Äquator vor der senkrecht auf die Erdoberfläche steht also zB auf einen best Stern im All zeigt.
Ich verschiebe danach diesen Vektor entlang des Äquators:
Nach einer halben Umrundung der Erde zeigt aber dieser Vektor immer noch in die gleiche Richtung (durch die Erde durch) und nach einer Umdrehung hat sich die Richtung nciht geändert so wie ich mir das vorstelle.
Hab ich da was wichtiges übersehen oder funktioniert dieses Verdrehen nur wenn die Krümmung nciht an allen Punkten gleich ist (wie bei einer Kugel)???
2, Herleitung des Tensors:
Irgendwie kommt mir diese Herleitung ziemlich willkürlich vor.
Es wird eine Invariante nach einem Parameter abgeleitet und das dreimal, wobei zwischendurch die Geodätengleichung zur Umformung benutzt wird:
Da stellt sich schon die erste Frage: Der Riemannsche Tensor dürfte dann nur in genau jenem Raum gelten, in dem die RT existiert, da auch nur darin die Geodätengleichung so gelten wie sie zur Umformung verwendet werden.
Denn man kann die Geodäten doch nicht für eine Umformung benutzen bei der ein Tensor hervor kommt, der nichts mit der RT zu tun hat?!
Danach werden Indizes umbenannt und die Terme voneinander abgezogen und das Ergebnis dieser eher willkürlich anmutenden Wurschtelei wird dann einfach so (ohne Beweis?) als Riemannscher Krümmungstensor definiert.
Was ich damit sagen will: Ich kann doch das ganze noch mal ableiten und wieder die Indizes vertauschen abziehen und dies dann als neuen Tensor definiereen?! Woher soll ich wissen dass dies dann irgendeinen physikalischen Sinn hat und nicht bloß nette mathematische Spielerei war?!

